Seefahrer, Museumteam, Wählergruppe, Aktionskünstler, Chorsänger, Theatermacher, Piloten und Idioten und natürlich Freunde

MMW, Iko Chmielewski, Schulstr. 10, 26340 Varel

 

 

Stadt Varel

-Der Bürgermeister

 

26.10.2010

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit Ihrer Darstellung über die Kosten der Altersteilzeit verwirren Sie mehr als zur sachlichen Beurteilung der Wiederbesetzung der Stelle eines Sozialarbeiters ** beizutragen.

Ich hätte gerne von Ihnen eine sachliche Aufstellung der realen Kosten!

 

1.bezogen auf den eigentlichen Anspruch einer ATZ-Stelle – nämlich der Wiederbesetzung - wie es politisch vor zwei Jahren gewollt war.Nach meinen Kenntnissen entstehen der Stadt durch die AtZ keine Kosten und müsste sich die Sachlage folgendermaßen darstellen:

Die Stelle ( Stufe 6) kostete vor der ATZ ca. 54.000,- € pro Jahr8 x 2                     = 108.000,- Euro

In der ATZ werden davon 83 % (85?) = 45.000,- Euro x 2 ausgezahlt                          90.000,- Euro

Die Ersparnis wird in die Rücklage genommen                                                             18.000,- Euro

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In der Freistellungsphase müssen die 45.000,- € p.a. weiter gezahlt werden              = 90.000,- Euro

Zusätzlich88 muss die Stelle (Stufe1) wiederbesetzt werden  – 36.000 ,- Euro x 2       +72.000,- Euro

Nun können die Ersparnisse aus den ersten zwei Jahren eingesetzt werden                 - 18.000,- Euro

und der Zuschuss* der Arbeitsagentur 18.000,- Euro p.a. x 2                                        - 36.000,- Euro

abgezogen werden.

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Kosten für die Stelle in der 2-jährigen Freistellungsphase also -wie gehabt-          108.000,- Euro

 

Ergo: Durch die ATZ und Wiederbesetzung wären uns normalerweise keine Mehrkosten entstanden.

Vermutlich hätten wir bei einer Wiederbesetzung sogar noch effektiv Kosten eingespart, weil bei meiner Beispielsrechnung nur die Kosteneinsparung durch den Stufenaufstieg berücksichtigt und die Besitzstandswahrung usw. des ehemaligen Stelleninhabers außer acht gelassen wurde.

 

2. bezogen auf die nicht Wiederbesetzung bedeutet dies, für den zweiten Teil - der Freistellungsphase

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In der
Freistellungsphase müssen die 45.000,- € p.a. weiter gezahlt werden                         = 90.000,- Euro

Nun können die Ersparnisse aus den ersten zwei Jahren eingesetzt werden                             - 18.000,- Euro

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Kosten die die Stadt in den nächsten 2 Jahren                                                                          72.000,- Euro

bezahlen, ohne eine Leistung dafür zu bekommen .

 

Hier wird also für die nächsten zwei Jahre ordentlich Geld ohne Leistung verpulvert. Vor diesem Hintergrund ist die Einsparung der Stelle auf die nächsten 2 Jahre betrachtet kein Beitrag zur Haushaltssicherung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Iko Chmielewski

*) Beim Blockmodell erfolgt die Zahlung in doppelter Höhe, sobald in der Freistellungsphase der Arbeitsplatz wieder besetzt wird, da in der 1. Phase nichts bezahlt wurde .

** http://www.menschenmüll.de/index.php?option=com_content&view=article&id=231:geld-verbrennen-ohne-leistung&catid=66:antrag-stadt&Itemid=100


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