Seefahrer, Museumteam, Wählergruppe, Aktionskünstler, Chorsänger, Theatermacher, Piloten und Idioten und natürlich Freunde

MMW, Iko Chmielewski, Schulstrasse 10, 26316 Varel
 
Stadt Varel
 
02.07.2016
 
Sehr geehrter Herr Taddigs, sehr geehrter Bürgermeister, 

ich möchte Sie bitten, das Thema Parkplätze in zentraler Ortslage des Kurbetriebs  in der nächsten Eigenbetriebssitzung aufzubereiten. 
Konkret sollen folgende Fragen für die Ausschussmitglieder detailliert und verlässlich beantwortet werden, damit sich der Ausschuss zur aktuellen Veränderung der touristischen Infrastruktur positionieren kann: 

1.
Wieviele Einstellplätze wurden vom Investor in dessen erworbenen Flächen in den Bebauungsplänen 212 A und B insgesamt für die geplanten Wohneinheiten nachgewiesen?


2. 
Wieviele Einstellplätze werden vom Investor in dessen erworbenen Flächen in den Bebauungsplänen 212 A und B für das noch nicht überplante Sondergebiet "Deichhörn" nachgewiesen, um die unterschiedlichen, zukünftigen und Interims-Nutzungen (Friseur, Saalbetrieb, Gastronomie, Seminarangebote) mit erheblichen Besuchverkehr zu ermöglichen? 

3. 
a) Wieviele öffentliche Parkplätze sind durch den Flächenverkauf an den Investor für die allgemeine touristische Infrastruktur in zentraler Ortslage verloren gegangen?
b) können diese, für die übrigen Betriebe existenziellen Parkplätze, an anderer, zentraler Ortslage ersetzt werden?


4.
Wieviele öffentliche Parkplätze würden durch die aktuellen Planungsbegehren des Investors (Müllsammelstelle auf dem städtischen Parkplatz "Am alten Deich) zusätzlich verloren gehen, wenn die Stadt diesem Ansinnen nachkommt und die Flächen veräußert? 

5.
Wie hoch sind die kalkulierten Einnahmeverluste aus den Parkgebühren pro Jahr? 
a) bezogen auf die bereits verkauften Parkplätzen
b) bezogen auf die Planungsbegehrlichkeiten (Erwerb von Parkplätzen für eine private Müllsammelstelle)

6. 
Wie stellt sich die Kurverwaltung zum Thema private Müllsammelstelle auf einem touristischen Knotenpunkt?

7. 
Wie beurteilt die Kurverwaltung die Tatsache, dass trotz der Parkraumknappheit (und -Verluste) im Kurgebiet und trotz der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten innerhalb der Bebauungspläne (hier 20 % Dauerwohnen) durchgehend nur ein Stellplatzschlüssel von 1 pro Wohneinheit (Ausnahme die vier etwas größeren Einzelhäuser) vorsieht?
 
Bei Mehrfamilienhäuser und sonstigen Gebäuden mit Wohnungen, insbesondere in einem Kurgebiet, ist durchaus ein Stellplatzschlüssel von 1,5 üblich. Insbesondere durch die "Insellage" in Dangast muss wohl davon auszugehen sein, dass oft mehr als ein PKW pro Dauerwohnung sinnvoll wäre.
Ferner muss man beim Dauerwohnen (bisher 24 genehmigte Wohnungen in den beiden B-Plänen) auch mit zusätzlichen Besuchern (Gäste/Freunde/Verwandte der Eigentümer) rechnen, die die in Konkurrenz zu den Urlaubsgästen um die wenigen öffentlichen Parkplätze treten.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Iko Chmielewski
MMW