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Neubau des Katholischen Kindergartens ist wichtig aber nicht alternativlos.

Zu einem Krippenkonzept für Varel gehört auch mit den knappen (im Grunde ist gar kein Geld vorhanden) Ressourcen zu haushalten. Der Neubau des Katholischen Kindergartens ist wichtig und in der jetzt geplanten, konkreten Form mit Sicherheit optimal. Mit dieser Planung werden neue Maßstäbe gesetzt. Stehen im städtischen Kindergarten pro Kind rund 6,9 qm (inklusive. Gebäudetechnik usw..) zur Verfügung, so sind es im neuen katholischen Kindergarten dann rund 12,6 qm pro Kind.

In unserer Kritik an dem Neubau geht es aber weniger um diesen neuen Standart, den wir dann logischer weise auch bei allen weiteren Entscheidungen für die anderen Einrichtungen und deren Träger anwenden müssen, als vielmehr um die relativ hohen Baukosten (später auch die Betriebskosten) für diesen Neubau. Wir dürfen nicht verkennen, dass es sich hierbei eigentlich nur um eine kleine Einrichtung für zwei Kindergartengruppen und eine Krippe-Gruppe handelt. Vergleichbare Einrichtungen wurden in anderen Kommunen für Baukosten zwischen 750.000,- Euro bis 1.100.000,- Euro nach modernsten Standart realisiert. Da muss die Frage schon erlaubt sein, weshalb in Varel die Bausumme von 1,6 Millionen Euro für diesen Kindergarten nicht wirklich diskutiert wird. Das einzige Zugeständnis der Kirche ggf. auf eine Fahrstuhl zu verzichten, falls er nicht gesetzlich vorgeschrieben wird, scheint vor dem Hintergrund der Inklusion eher fragwürdig.

So können wir nicht mit den knappen Mitteln, die die Möglichkeiten der Entwicklung unserer Betreuungslandschaft für alle Vareler Einrichtungen eingrenzen, umgehen. Auch die Tatsache, weshalb SPD und CDU auf eine Nutzungsbindung von 50 Jahren (bei Gebäuden nicht unüblich), die mit der öffentlichen Förderung verbunden sein sollte, freiwillig verzichtet, können wir nicht verstehen.